Rache
Schweren Herzens und voller Wut begebe ich mich zum Gericht.
Als sie dich in den Saal führen lachst du mir frech ins Gesicht.
Du empfindest und zeigst weder Reue noch Leid.
Zerfressen vom Hass bin ich zu meiner letzten Tat bereit!
In Gedanken meine Rache oft übte und wiederholte.
Heimlich ziehe ich meine Pistole.
Ziele auf dich und drücke ab,
doch ich verfehle dich knapp.
Die zweite Kugel jedoch trifft dich tödlich.
Dein Hemd verfärbt sich sehr schnell rötlich.
Überrascht ausschauend und langsam fällst du zu Boden.
In meinem Magen löst sich aber nicht der Knoten.
Ich habe zwar Gerechtigkeit walten lassen
Trotzdem kann ich nicht aufhören zu hassen.
Ich bin immer noch wie besessen.
Kann dein fieses Grinsen nicht vergessen.
Sie kommen mir die Arme auf den Rücken zu verschränken.
Ich spüre das kalte Metall der Handschellen an meinen Handgelenken.
Wie durch dicke Watte lasse ich die Prozedur über mich ergehen.
In den Gesichtern meiner Freunde kann ich Mitleid sehen.
Ich weiß meine Tat war gesetzlich nicht richtig.
Mir jedoch war meine Rache wichtig!
So muss und kann ich mit der Tat leben.
Ich hoffe ihr könnt mir irgendwann vergeben.
Ich habe dich gerächt mein Kind!
Auch wenn meine Tat dich nicht zurückbringt.
So kann er doch niemanden anderen mehr etwas antun.
Mein Engel ich hoffe du kannst nun in Frieden ruhn.