Pfade der Geborgenheit

Flora

Langsam schlendere ich über Pfade,
die mir schon lange vertraut sind.
Mit Laub bedeckt so weich, dass
sie eine verlorene Seele sanft wieder
in die Welt der Träume führen können.
Vorbei an Flüssen, Felsen und bedrückender
Stille liegt sie, diese befreiende Einsamkeit.
Mein Weg führt mich vorbei an wundersamen
Erscheinungen der Natur, Tieren aus der Fabel
und einem Wasserfalll so hoch und tosend,
alles erscheint klein und nichtig dagegen.
Doch dann kehrt wieder Stille ein und alles
um mich bewegt sich langsam in den Wogen
der sanften Briese, die zart meine Wangen steichelt.
Ich spüre einen Regentropfen auf meiner Schulter
und blicke empor in den grauen Himmel.
In dieses grau-weiße Nichts... den Spiegel unserer
Existenz auf der anderen Seite.
Es fängt an zu nieseln und überall knistern
die Blätter, als ob mir der Wald
seine tiefsten Geheimnisse zuflüstern wollte.
Ich bin wieder an der Straße angelangt
und gehe heim - es wird dunkel.
Doch bald komme ich wieder...