Albtraum
Ich laufe,
immer weiter,
immer tiefer,
in den Wald,
in die Nacht.
Hohe Tannen,
feine Äste,
reißen auf,
meine Arme,
meine Seele.
Düstre Weiten,
dunkles Endlos,
kalte Brise,
lässt mich zittern,
lässt mich frieren.
Schneller schneller,
immer schneller,
lauf ich weiter,
unter Tränen,
unter Schmerzen.
Pure Stille,
voller Knistern,
voller Knacksen,
lässt mich schaudern,
lässt mich frösteln.
Kahle Ängste,
bitt're Furcht,
ich muss weg hier,
kann nicht denken,
kann kaum atmen.
Heißes Blut,
an meinen Knien,
bin gestürtzt,
muss doch weiter,
muss doch fort.
Raff mich auf,
unter Schmerzen,
lauf ich weiter,
ob nach Norden?
Ob nach Süden?
Glühend heiß,
doch eisekalt,
gefriert mein Schweiß,
wie tausend Splitter,
wie scharfe Messer.
Niemals endend,
eil ich weiter,
unter Qualen,
wohl für immer,
wohl nur zwecklos...