Die Burg
Hoch oben am Berg, zwischen Wald und Gestrüpp
steht eine Burg, schmucklos geschmückt.
Im Dunkeln ein Schatten, veredelt mich Licht.
Ein Schauplatz am Pranger, Anziehungspflicht.
Das Tor massiv, kein Burggraben,
Als Symbol der Nacht, auf dem Turm ein Rabe.
Leisen Schrittes auf den dunklen Hof
alleine, zerstört, hoffnungslos.
Der Blick vom Berg auf eine kleine Stadt,
Fenster leuchten, Menschen vereint, Liebesgeschmack.
Hohe Mauern, ein kalter Raum,
im Fackelschein der Schatten vom Baum.
Tiefer Keller, Schwarze Leere
ein Gefühl von dunkler Schwere.
Die Einsamkeit erdrückt das Herz,
der Kopf kennt nur eins: Seelenschmerz.
Aus dem Dunkeln, nur ein kurzer Schein
Ein Wesen wie eine Fee, wunderschön, weiß und rein.
Ein kurzes Glück, ein schneller Traum,
steht der Blick gebannt in den Raum.
Verschwunden so schnell ist das Wesen,
die Seele nur wenig genesen.
Rückkehr von der Reise langsamen Schrittes,
ein letzter Blick zurück, dann schnellen Trittes,
verschwunden im Wald, im Dichten Hain.
Die Burg steht ehrwürdig und Posant
im hellen Schein.