Narrenspiel

Gesellschaft

Getrocknete Tränen, so sterblich verwittern,
im fahlen Glanz, die Nacht bricht an.
Zu trostlos bitter, Rosen verwelken,
in stiller Pracht, achtlos verschämt.

So zĂĽgellos, Gedanken umschweifen,
der leisen Demut Puppengesicht.
Es tragen die Zinnen, fern aller GĂĽte,
der letzte Fetzen fliegt ĂĽbers Land.

Leicht eingeschĂĽchtert Herzen erschlagen,
begehen wir Mord, versiegt das GefĂĽhl.
Das Töten noch einfach da keiner gestorben.
Wir töten aus Lust das eigen Gewissen.

Kein Mensch nennt sich Tier, ohne zu flehen,
der Dummheit zum Trotz, die in uns bewahrt.
So ziehen sie aus, vom Reichtum geblendet,
zu lösen das Rätsel das längst schon gelöst.

Im Wahnsinn geschlummert, einstig Vergessen,
ersuchen der Schönheit letzten Tribut.
Das Wagnis der Liebe an uns gekettet,
im Zeugnis des Lebens kläglich versagt.

So treiben die Bäche Tränen hernieder,
stumm und verzĂĽckt das Wort man uns brach.
Der LĂĽge bedient, so feige die BrĂĽder,
vergessen das Blut das sie stets verband.

Zu dienen dem Teufel in unserer Seele,
die tiefschwarz verblasst, von Feigheit zermĂĽrbt.
Wir horchen der Stille, des Windes Begleiter,
im Regen durchnässt, die Sonne verhöhnt.

So schauet zurĂĽck zu jenen Geboten,
zu heucheln der Güte die euch längst verlorn.
Erbarmet euch jener im Spiegel betrachtet,
zu sehen der Wahrheit Kummergesicht.

Entflammen die Lichter der hungrigen Seelen,
erwachen die Schatten vergangener Zeit.
Gerufen so narrenhaft im Eigengefallen,
der Mensch nicht bereit, zu Staub zerfällt.

(c) Soulvampire Ice