Ihr Liebster

Liebe
In Stille, hat man Sie allein gelassen,
in der Nacht ohne ein Wort verlassen,
Tränen liebkosen ihre zarten Wangen,
ein Herz, ohne Abschied fortgegangen

seid Tagen irrt Sie durch kalte Leere,
doch ihr blasser Körper friered nicht,
wie ein Segelschiff der stillen Meere ,
sucht Sie nun nach einem hellen Licht,

etwas, welches in ihrem Herzen ruht.
so schmerzt, wie Folter reiner Glut,
ist aus seinem Versteck gekrochen,
hat Tor und Schranken aufgebrochen,

so sieht sie nun mit anderen Augen,
alle Schmerzen, die, die Seele ritzten,
als wollte man ihr alle Kraft aussaugen,
sah man funkeln in ihren Augen blitzen,

ein Entschluss gefasst in jungen Jahren,
der sie wieder zu dem Herzen führt,
soll das junge Mädchen Herz bewahren,
das vor Kummer ihr der Hals zuschnürt,

und im düsteren Wald zur späten Stunde,
verkündet sie dem Laub die bitter Kunde,
das es sich so nicht mehr zu leben lohne,
auf das Sie wieder bei ihrem Prinzen throne,

so erhob sie den Doch der Einsamkeit
jene Klinge, die befreien sollte vom Leid,
jenes Blut, welches die Liebenden vereint,
das die Sonne wieder in ihren Herzen scheint,

so nährte warmes Blut des waldes Boden,
in der Ferne hörte man ein Mädchen loben,
denn an einem Ort erfüllt von wahrer Liebe,
einer Welt in der sie gern für immer bliebe,

als das Mädchenherz, nun den Prinzen fand,
Erinnerung an all den Schmerz verschwand,
so schwor Sie ihm, Liebe für die Ewigkeit
an einem Ort der absoluten Vollkommenheit,

doch weit entfernt in einem düsteren Wald,
fern ab von wahrer Liebe und Vollkommenheit,
ist es ihr ohne Leben, blutig Mädchenleib,
der nun auf ewig mit dem toten Laub verbleibt.