Ein Krieger in Gedanken

Liebe

Dunkle Wolken liegen ĂŒber dem Felde der Ehre,
Er ist in sich gesunken,
In seinen Mantel gehĂŒllt,
TrÀumend Weltenfremd schaut er in seine HÀnde,
Rau und zerschlissen,
Sein Schwert liegt vor ihm,
Das silber des Griffes ist wie die einst so glÀnzende Klinge,
Mit Blut und der Erde Mitgarts getrÀnkt.

Germanien,
sein Land,-Land seiner Ahnen,
Wieder hatt er fĂŒr es eine Schlacht geschlagen,
Wieder gesiegt,
Über ihm Kreisen zwei Raben,
Das Licht Baldurs verlischt blutrot hinter den Bergen im Westen.

Blut,-Saft des Lebens,
Wieviel er am heutigen Tage vergoss,
Wieviel Leben er löschte,
Er weiß es nicht,
In Gedanken ist er bei seinen Kindern,
Seinem Weib,
Ob es seine Sippe noch zu geben vermag,
Er weis es nicht.

Ein rauer Wind zieht auf,
Spielt mit den Haaren,
TrĂ€nen rollen ĂŒber seine Wangen,
Er fĂŒhlt sich einsam,
Einsam-aber nicht allein.

Sein Falke,
Ein treuer GefÀhrte,
Ist stets an seiner Seite.
Momende in welchen er Sterben will.
Ein Lauter Schrei,
Ein verzerrtes Gesicht,
Ein helles Licht.

Es wird dunkel,
Die Nacht breidet ihren Mantel ĂŒber der Wallstatt aus.
Leise und fast unbemerkt setzt Regen ein,
Das Haar wird dunkel und stumpf.

In dieser karken Lanschaft,
Funkeln seine Augen wie ein Licht in dunkler Nacht,
Nach unentlichen Momenten,
Hatt der Regen aufgehört zu Leben,
Aus der blutgetrÀnkten Erde steigt Nebel auf,
Die Schreie der Verwundeten sind lÀngst verhallt.

Ein Schatten huscht an ihm vorbei,
Ein Wolf?-ein Troll?-die Götter?
Sein Schwert,
Fest beinahe Krampfhaft umklammert,
Tritt er dem Schatten entgegen.

Gar seltsame Umrisse zeichnen sich ab,
Die Siluette kommt nÀher,
Sein Blut es kocht vor Anspannung.
Langsam tritt er dem Schatten entgegen,
Zu erkennen gibt sich ein Engel,
Ziehrlich und Wunderschön.

Kraftlos sinkt er zusammen,
LĂ€sst das Schwert herabsinken.
Er stĂŒtzt sich auf die Klinge,
Der Engel berĂŒhrt sein Haupt,
Er blickt zu ihm auf,
Versinkt in seinen Augen,
Sein Weib.

Ein lauter Schrei zerbricht die Nacht,
TrÀnen rollen aus seinen Augen,
Über die allso karken Wangen,
Nun weis er seine Sippe gibt es nur noch in seiner Erinnerung,
In seinen TrÀumen.

Hass und Wut steigt in ihm auf,
Er will Sterben.
Doch weis er um seine Pflicht,
Welche keine ist,
Zu Streiten und zu Siegen.

DerTod wird sie einst vereinen,
Der Engel wird warten,
FĂŒr ihn beten,
Bis er Einst in ihre dunkle Welt eingeht
Gefallen mit dem Schwert in der Hand.