Rabenhorde
Lagerfeuer-Heimat zuckender Feuerwesen,
Glühender Dämonen,
Spendest uns Wärme in kalter frostiger Zeit,
Seiest uns das Licht in dunkler Nacht.
In deinem Scheine sitzen Jene dort,
Welche auf dem alten Pfade Schreiten.
Gewandet und stumm an jenem Ort,
Von schwarzen Vögeln liesen Sie sich leiten.
Der alte Rabe ziehrt ihre Schilde fein,
Das Feldzeichen die Wehr,
Kündet von ihnen Kein Runenstein,
Giebt es doch ein Lobeslied,
Einen Vers.
So künd ich euch nun,
Von jenen Mannen,
Des Wolfes schwarzer Schaar,
Ihr Name klingt in 100 Zeitaltern noch,
Rabenhorde,-so Wunderbar.
Behelmt und in Waffen,
Wenn das Horn erschallt,
In Eisenkleider gehüllt,
Ein Jeder auf den andern achtet,
Seine Pflicht erfüllt.
Da ist der alte Drachenfels,
Wolfhart ward er genannt,
Mit Schwert und Schild dem Feinde naht,
Welchen er zur Hel verbannt,
So schreitet er im Sturmesschritt,
Niemals allein vorran,
Im Herzen fliegt der Lindwurm mit,
Bis der Sieg ist wohl getan.
Am Hügel dort beim altem Eichenhaine,
Es blitzt nur kurz im Sonnenscheine,
Mit Falkenaugen trifft er sein Ziel,
Streitet sooft alleine,
Wulfgar so wird er von uns genannt,
Der Krieger mit der Ruhigen Hand,
Sein Gürtel ziehrt manch mutiges Leben,
welches er aus der Welt verbann.
Vom Norden her mit stolzem Heerzen,
Kamen zwei von denen will ich euch berichten,
Um mit Axt und Schwert in ihren Händen,
Manch Gegnerschaar zu lichten.
Die kleine Eira von Bärenburg,
Ist einer Wölfin gleich,
So flink und doch geheimnisvoll,
Ein Kind aus dem Schattenreich.
Durin vom Hullengrunde,
Welch Recke an ihrer Seite,
Als linke Flanke wohl bewährt,
Sucht jeder Feind das Weite.
Aus den Nebeln der Zeit zu uns gedrungen,
Norwiga die Geheimnisvolle,
Welch Maid mit dem Herz eines Raben,
Dem Mete fröhnend-den Göttern nah,
Lies uns oft an ihrem Geiste laben,
Sie gibt uns halt in dunkler Zeit,
Mit allem ihren Taten.
Auch der Stahl ist Ihr nicht fremd,
So will ich euch berichten,
In manchen großen Christenheer,
Tat Sie die Schlachtenreihen lichten.
Ihr Treuer Gefährte,
Mortus der Mann von der Burg,
Einer der Erfahrensten in unseren Reihen,
Ohne sein Schwert,
Wär der Horde das Schlachtenglück selten hold,
Mit Feindesblut vermag er die Walstatt weihen.
Im Haine wo die Fichten rauschen,
Da steht eine bärtige Gestalt,
Dem Mete fröhnend,
Holz fällend,
Es ist ihm niemals kalt,
Der Waldschrad,
Ist ein eigensinnig Wesen,
Nicht streitend will er nach oben,
So ist er denndoch ein guter Gefährte,
Hoch wollen wir uns seine Freundschaft loben.
Im Gaue wo Arminius stritt,-
Warf Roma´s Legionen nieder,
Gebahr die Sonne Ihr schönstes Kind,
Welches erklingen lässt Widukinds Heldenlieder.
Sunna die Schreckliche,
So ward Sie von mir genannt,
Eine Kriegerin mit Schild und Schwert,
Hatt neben rauschenden Festen,
Uns oft den Sieg beschert.
Vom Osten her,
Nach langen Fahrten,
Im Lande der unbezwingbaren Rus,
Fand er zu seinem Freund zurück,
Mit der Verbannung ward ab diesem Tage Schluss,
Weissthor vom Mansfelde,
Besann sich,
Stieß zur Horde,
Auf das seine "Langhavass",
Für unser Banner grausig Morde.
Aus Utgart´s Weiten,
Dem Nebel im Walde Eisenholz,
Wart ein Riesenkind gebohren,
Auf ihrer Wanderung durch alle neun Welten,
Ging der Unholde Zornigkeit verloren.
Bestla vom Rabenhorst,
Ihr Name in unseren Reihen,
Mit der "Franziska" in der Faust,
Lichtet Sie manch Feindesreihen.
Jener der diesen Skaldensang schrieb,
Er ist dem Tyr geweiht,
Blaue Augen blitzen in dunkler Nacht,
Wenn er nach den Ahnen schreit.
Gejagt durch die Jahrhunderte,
Fand Jener bei ihnen Glück,
Wacht über euch mit kaltem Stahl,
Es gibt für ihn kein Zurück.
Auch wenn er oft Bärenartig,
Zorneswut versprüht,
So sollt ihr wissen,
Seit ihr seine Sippe,
Um welche er sich bemüht.
Er sammelt Narben welche für euch bestimmt,
Haut für jeden von euch drauf,
Sehnend nach der Goldenen Halle,
Das Schicksal nimmt seinen Lauf.