Nächtlicher Sprung ins Nichts

Ein Mann mittleren Alters und durchschnittlichen Aussehens verliert sein Gleichgewicht im Leben, nachdem ihn seine Frau verlassen hat. Eine Geschichte, die schon oft erzählt wurde, doch noch nie zuvor fand eine Reise in das Innere des Verstandes statt. Das Zerwürfnis mit sich selbst und den Ängsten, die hinter dem Alltagsleben lauern: Tod, Selbstzweifel und sexuelle Frustration, bilden mit dem Reisenden eine Einheit. Eine Gedankenwelt, die ebenso unwirklich ist wie die Wirklichkeit, in der ein Satz mit Anfang und Ende ebenso unmöglich sein kann. Die innere Welt bricht zusammen und wird gleichzeitig neu erschaffen. Neben den kurzen Nebengeschichten, die aus Phantasie und Realität vermengt, teilweise grotesk und manchmal philosophisch sind, bildet sich allmählich ein Defekt im Inneren des Mannes. Ein Defekt, der scheinbar schon zuvor latent vorhanden war. Denn nur wer zu starken Liebesgefühlen fähig ist, kann auch ebenso abgrundtiefen Hass empfinden. Der Gedanke an Mord reift in ihm heran und schließlich der Wille diesen Gedanken in die Tat umzusetzen. Doch am Ende kommt alles ganz anders.
Erscheint am 30.06.08 auf www.EditionPaperONE.de