Die letzte Schlacht
Im Schein der Fakeln ein Gebet,
Ein letzter Asenruf,
Legt der Gode Dir die Hand auf´s Haupt,
Siehst was Dich einst erschuf.
Erblickst in diesem wachen Traume,
Drei alte Weiber sitzen,
Alles ist ruhig und so vertraut,
Siehst ihre Augen blitzen.
Sie flechten dort am stillem Teiche,
So manches Lebensgeweb,
Der einen reist der Faden ab,
Du vermagst kaum noch zu stehn,
Blickst hinein in dein Grab.
Mit einem zittern in deinem Leib,
Holt der Gode Dich zurück,
Er schaut Dich an streicht einletztes mal durch dein Haar,
Wünscht Dir dann viel glück.
Du lächelst nur Dein Herz es glüht,
Doch weist Du auch es gibt kein zurück.
Die Trommeln schreien zur letzten Schlacht,
Und auch die Hörner rufen,
Wenn alsdann die dunkle Nacht erwacht,
Betrittst du der golden Halles Stufen.
So winkst du nun zu letzten male,
Deinem Sklaven zu,
Er kommt ganz schnell weis was er tut,
Alles geht in ruh.
Er legt Dir an das Leinenwams,
Geschenkt einst von der Liebsten,
Gefolgt von dem Eisenkleid sodann,
Erschaffen von deiner Hand,
So reiht sich an ihm Ring an Ring,
Ein undurchdringliches Band.
Darauf kommt dann die Drachenhaut,
Schuppe an Schuppe auf leinen,
Hinterlegt mit der Haut von todem Getier.
Da stehst Du nun wie sooft,
Die silberne Scheibe weicht der Goldenen,
Zum letzten male reicht man Dir den Berringgar,
Der Helm ziert stolz dein Haupt,
Er reicht Dir noch den langen Schild,
Und weis jetzt ist er frei.
So stampfst Du los,
Zur Wallstatt dort,
Hinaus zu deinem Haufen,
Sie warten schon im Nebelhain,
Alsdann beginnt das blutig Raufen.
Schlag auf Schlag,
Vorran zum Sieg,
Doch ohne deinen Leib,
Denn der bleibt auf der Wallstatt heut,
Was die Schwanenfrauen wohl erfreut.
Der vielen von der anderen Seite,
Hast du heut gefällt,
Bis ein alter Mann mit breitem Hut,
Dir sich gegenüberstellt.
Er schaut Dich an mit einem Auge,
Den Hut tief im Gesicht,
Der Berringgar alsdann,
Wohl an seinem Ger zerbricht.
Dann stößt er zu,
Durchdringt die Haut des Drachen,
Alsdann deine Brünne birst,
Vernimmst Du nur sein Lachen.
Das Wams aus Leinen muss nun nun weichen,
Der Stahl durchdringt dein Herz,
Sinkst Du zu Boden,
Wirst eins mit deinem Schmerz.
Da liegst Du nun auf blutigem Grund,
Das Lebenslicht will schwinden,
Und durch dein Haar der Athem der Götter weht,
Die heulenden Wölfe es verkünden.