Blutregen
Ein Knistern und Knacken dringt an mein Ohr
Schau zum Firmament empor
Zerrissene Decke
Kratzer an jeder Ecke
Ein Ächzen über mir
Wie das Stöhnen eines wilden Tier'
Kurze Stille.
Dann der Bruch.
Die Fragmente prasseln nieder
Immer und immer wieder
Schneiden in mein Fleisch
Sind so glühend heiß
Doch statt den Schmerzen der Glut
Spür ich nur Wut
Und plötzlich.
Der Regen.
Erst ein Tropfen auf meinem Gesicht
Wie ein ungeheures Gewicht
Hinterlässt eine Spur,
Malt eine Figur
Streicht dabei zärtlich über die Haut
Wie ein Bräutigam seiner Braut
Augen offen.
Zum gebrochenen Himmel empor.
Unter den ganzen Scherben
Kommen rote Tränen hervor
Glänzend wie Seide
Langsam fallend
Die Erlösung verkündend
Beruhigend wirkend
Auf mein aufgewühltes Gemüt
Der Blutregen.
Er ist da.
Steh mittendrin.
Keine Gefahr.